Akropolis

von Fritz Dehn, Juli 1961, Aquarell

Athen, es gibt kaum eine andere Stadt, in der man sich einen so vollständigen Überblick über die altgriechische und zugleich auch römische Kunst und Geschichte verschaffen kann. Und genau da wollte Fritz zu Beginn der Wirtschaftswunderjahre hin. Nicht in Urlaub, sondern für kleines Geld zu Studienzwecken. Im Juni 1961 lief auf den Filmfestspielen in Berlin gerade der Film »Traumland der Sehnsucht« mit Nana Mouskouri in der Hauptrolle. Den wird Fritz nicht gesehen haben, aber wie ein Traum muss es ihm vorgekommen sein, als er auf der Akropolis-Tempelanlage vor dem Pathenon stand. Mitten im Sommer mit sicherlich bedeutend weniger Touristen als heute. Wer es sich damals bereits leisten konnte, fuhr nach Italien. Fritz wählte Griechenland als Inspirationsquelle, und war so beeindruckt, dass er mit Bleistift auf seinem Aquarell  den Vermerk »unverkäuflich« schrieb. Das wird heute noch alle Griechen freuen. »Weiße Rosen aus Athen« war jedenfalls nicht der Grund seiner Reise – das Lied hörte er erst nach seiner Rückkehr.

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