Blumenstrauß

von Maria Dehn-Misselhorn, 1950, Öl

Als sich Ende der 40er Jahre in Appeln und Umgebung herumgesprochen hatte, dass Maria nach ihrer Flucht mit ihren drei Kindern wieder in ihr Heimatdorf zurückgekehrt war, kamen, wenn auch selten, erste Bildanfragen und -aufträge von Privatpersonen. Wer es sich damals bereits leisten konnte, ließ ein Portrait von sich fertigen. Beliebter für die heimischen Wohnzimmer und Flure waren jedoch Marias Blumenbilder, mit denen sie bereits in den 30er Jahren für viel Aufsehen gesorgt hatte. Da durch ihre Flucht aus Pommern ihr gesamter Bildfundus von fast zehn Jahren verloren gegangen war, musste für Maria ein malerischer »Neuanfang« her. Maria und Fritz wollten mit ihren drei Kindern von und für ihre Kunst leben. Ein Verkauf nur eines Bildes bedeutete in der damaligen Nachkriegszeit ausreichend Geld für die Familie, um wenigstens für die nächsten Wochen Lebensmittel kaufen zu können. Einige dieser Blumenbilder blieben in der Familie und dienten damals auch Interessenten sozusagen als »Muster« oder »Anschauungsmaterial«.

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