Emilie Misselhorn II

von Maria Dehn-Misselhorn, 1946

Mit diesem Portrait ist ein kleines Stück Familiengeschichte verbunden, die ich meiner Mutter Ursula, der jüngsten Schwester von Maria, entlocken konnte. Zu Beginn dieser Homepage ist bereits ein Bild von Emilie Misselhorn, der Mutter von Maria, zu sehen. Sie hatte entscheidend zur künstlerischen Laufbahn ihrer Tochter beigetragen. Auch deshalb trug das Bild auf der Rückseite den Vermerk »unverkäuflich«. Als Maria 1936 Fritz Dehn heiratete und mit ihm nach Pommern umzog, versprach sie, unbedingt noch ein weiteres Portrait ihrer Mutter zu malen. Erst war es die Entfernung zu den Eltern, dann die drei Kinder und dann die Kriegswirren, die dafür sorgten, dass sie ihr Versprechen nicht einlösen konnte. Als Maria 1945 endlich wieder in Appeln eintraf, war ihre Mutter Emilie schwer erkrankt und verstarb noch im selben Jahr. Maria war untröstlich, löste ihr Versprechen aber dennoch ein, in dem sie das Portrait nach Vorlage eines Schwarz-Weiss-Fotos malte, das 1936 kurz vor ihrer damaligen Abreise entstanden war.

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