Frau am Spinnrad

von Emilie Misselhorn, ca. 1925, Öl

Die Zeichenstunden in Bremerhaven nach ihrem Schulabschluss waren bei Maria gut investierte Zeit. In der Dorfschule in Appeln fiel sie ihrem Lehrer nicht als besonderes Zeichentalent auf. Ihrer Mutter Emilie blieb die Leidenschaft fürs Zeichnen jedoch nicht verborgen und sie überzeugte in mehreren Gesprächen ihren Ehemann Heinrich, diese Begabung zu fördern. Das war auch der Grund, warum Maria bereits mit 15 Jahren Unterricht beim Worpsweder Maler Karl Krummacher erhielt. Er war im Künstlerdorf für seine Personenstudien bekannt und geschätzt. In diese Zeit fällt das Bild »Frau am Spinnrad«, das für eine Kohlezeichnung bereits eine ungewöhnliche Präzision aufweist. Da die Signatur und Jahresangabe fehlen, dürfte es sich hierbei um eine »Arbeitsprobe« handeln.

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