Garten im Spiegelbild

von Fritz Dehn, 1976, Öl

Unbeirrt malte Fritz seine Bilder und ließ sich auch von seinem Damoklesschwert einer möglichen Erblindung nicht davon abbringen. Malen war sein Leben. Immer und immer wieder malte er bei sich Zuhause den so geliebten Garten – von oben, von vorne, von hinten und in diesem Fall mit Blick aus der Küchentür. Diese positive »Besessenheit«, den Garten über Jahrzehnte als ewig inspirierendes Motiv zu wählen, erinnert ein wenig an seinen malenden Kollegen Claude Monet (1840-1926), der seine Seerosen auf dem Teich so liebte, dass er es mit ihnen auf gut 60 Bilder brachte. Viele zerstörte er wieder, weil er glaubte, den Seerosen nicht gerecht geworden zu sein. Für Monet war Sehen so viel wie Malen. Auch Fritz »zerstörte« etliche seiner Ölbilder, schmirgelte die oberen Farbschichten ab, um sich so von dem neuen Untergrund inspirieren zu lassen.

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