Haus am See

von Fritz Dehn, 1957, Öl

Aufgrund des Entstehungsjahres kann dieses Bild auch im Zusammenhang mit den ersten Studienreisen von Fritz stehen, bei dem er seiner Experimentierfreude wieder einmal freien Lauf gelassen hat. In Appeln kann dieses Bild nicht verortet werden, denn dort gab es keinen See. Ein paar Kilometer weiter liegt der Wollingster See, an dem es jedoch 1957 noch keine Häuser gab. Mir gefällt besonders die Spiegelung des Werkes, die in Wirklichkeit gar keine ist. Dreht der Betrachter das Bild auf den Kopf, funktioniert das Motiv trotzdem. Der Titel von 1957 »Haus am See« erinnert mich heute natürlich auch an das gleichnamige Lied des Sängers Peter Fox aus dem Jahre 2008, in dem es heißt:

»Und am Ende der Straße steht ein Haus am See.
Orangenbaumblätter liegen auf dem Weg.
Ich hab’ zwanzig Kinder, meine Frau ist schön. Hm, alle kommen vorbei, ich brauch’ nie rauszugehen.«

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