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AUSSTELLUNG: ANCESTRALITY – Roots: A Dive To Remember Who We Are
28. Juni 2026 | 8:00 – 25. Oktober 2026 | 17:00

ANCESTRALITY – Roots: A Dive To Remember Who We Are
Kuratiert von Ângela Barbour
Ausstellungseröffnung: So., 28. Juni 2026
Programm: Ab 13:00 Uhr »Stempel-Workshop« als offenes Angebot
15:00 Uhr Ausstellungseröffnung
Eröffnungsrede: Ângela Barbour, Kuratorin
Am Flügel: David Schollmeyer
Eintritt: 3,– € (Burgeintritt)
Ancestrality ist eine internationale Ausstellung zeitgenössischer Kunst, die Künstlerinnen, Künstler und das Publikum dazu einlädt, in die tiefen Schichten von Erinnerung, Identität und Herkunft einzutauchen.
Der Begriff Ancestrality lässt sich im Deutschen nicht ganz wörtlich übersetzen, weil er im Englischen sowohl poetisch als auch philosophisch verwendet wird. Ancestrality beschreibt die Verbindung zu unseren Ursprüngen – zu den Geschichten, Erinnerungen, Erfahrungen und Spuren, die wir von früheren Generationen mittragen. Dabei geht es nicht nur um familiäre Herkunft, sondern auch um kulturelles Gedächtnis und die Frage, wie die Vergangenheit in unserem heutigen Leben weiterwirkt.
Mehr als nur ein Thema wird Ancestrality hier als ein lebendiges Feld verstanden — als ein Raum, in dem sich persönliche Geschichten, kollektive Erinnerung und materielle Transformation begegnen.
Die Ausstellung vereint iberoamerikanische Künstlerinnen und Künstler, die im Rahmen eines internationalen »Open Call« – einer öffentlichen Ausschreibung – ausgewählt wurden, und präsentiert Werke, die die Idee ihrer Wurzeln nicht als etwas Starres begreifen, sondern als etwas, das sich ständig bewegt – geprägt von Migration, Zeit, Umgebung und Wandel.
Durch Installationen, Performances, Künstlerbücher, Fotografien, Videos, Skulpturen sowie Arbeiten mit organischen und experimentellen Materialien zeigt die Ausstellung, wie Erinnerung verkörpert, rekonstruiert und neu gedacht werden kann.
Viele der Werke entstehen aus wiederverwendeten Materialien, handgeschöpftem Papier, Naturfasern sowie durch biobasierte Verfahren und unterstreichen damit eine zentrale Idee der Ausstellung:
Erinnerung wird nicht nur bewahrt – sie verkörpert sich in Material und Form.
Im Kern reflektiert Ancestrality über:
- die Spuren, die wir erben, und jene, die wir bewusst mit uns tragen,
- die unsichtbaren Erzählungen, die in Objekten und Materialien eingebettet sind,
- die Spannung zwischen Entwurzelung und Zugehörigkeit,
- die Verwandlung von Schmerz in poetische Materie,
- die Kontinuität zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
In einer Welt, die von ständiger Bewegung und Entfremdung geprägt ist, schlägt Ancestrality eine Rückkehr vor — nicht in die Vergangenheit, sondern zu einem bewussteren Wahrnehmen.
Eine Rückkehr zu dem, was uns formt.
Eine Rückkehr zu dem, was uns verbindet.
Eine Rückkehr zu dem, wer wir sind.
Die Ausstellung wird vom 28. Juni bis 25. Oktober 2026 in der Burg zu Hagen im Bremischen präsentiert.
ANCESTRALITY – Roots: A Dive to Remember Who We Are
Curated by Ângela Barbour
Ancestrality is an international contemporary art exhibition that invites artists and audiences to dive into the deep layers of memory, identity, and origin.
More than a theme, ancestrality is approached here as a living field – a space where personal histories, collective memory, and material transformation intersect. The exhibition brings together Ibero-American artists selected through an international open call, presenting works that explore the idea of roots not as something fixed, but as something in constant movement — shaped by migration, time, territory, and transformation.
Through installations, performances, artist books, photography, video, sculpture, and works created with organic and experimental materials, the exhibition reveals how memory can be embodied, reconstructed, and reimagined.
Many of the works are created using reclaimed materials, handmade paper, natural fibers, and bio-based processes, reinforcing a central idea of the exhibition:
Memory is not only remembered — it is embodied in matter.
At its core, Ancestrality reflects on:
- The traces we inherit and those we choose to carry
- The invisible narratives embedded in objects and materials
- The tension between displacement and belonging
- The transformation of pain into poetic matter
- The continuity between past, present, and future
In a world marked by constant movement and disconnection, Ancestrality proposes a return — not to the past, but to awareness.
A return to what forms us.
A return to what connects us.
A return to who we are.
The exhibition will be presented at Burg zu Hagen im Bremischen, Germany, from June 28 to October 25, 2026.